On tour...

Nicht immer führen unsere Wege "nur" nach München, oder zu einem Auswärtsspiel in der Bundesliga. Manchmal haben wir auch das Glück und dürfen bei richtig großen Ereignissen dabei sein - wie etwa einem Champions League Finale.

 

Und auch, wenn die Fahrten lang sind, eins ist garantiert, der Spaß kommt dabei nie zur kurz!

... in London (25.05.2013)

Fahrt zum Champions League Finale gegen Borussia Dortmund

Wir schreiben den 24.Mai 2013. Dies soll ein besonderer Tag werden.

 

Der Fan Club Kornlupfer Bazi Offenau mit zahlreichen Freunden und Bekannten macht sich auf den Weg nach Wembley.

 

Doch bevor die Reise losgeht gibt es noch so einiges zu tun. Die zahlreichen Getränkekisten ( nicht nur Bier ) sowie die unzähligen Boxen mit fester Verpflegung müssen im Bus verstaut werden. Alle packen fleißig mit an und somit geht es zügig.

 

Ich denke das liegt daran das es alle kaum erwarten können bis die rot-weiße Reise losgeht. Doch was wäre so eine Fahrt, wenn sie nicht gleich mit einer Panne beginnen würde. Beim Versuch die Ladeklappe zu schließen hat es einen Gasdämpfer verbogen. Eine leichte Panik brach aus.

 

Kein Werkzeug im Bus!! Doch schnell ist ein Schraubendreher organisiert. Im Handumdrehen ist der Dämpfer beseitigt und die Reise kann beginnen. Vor der Abfahrt haben wir schon die erste Kiste Leergut. Was man als spritsparende Maßnahme bezeichnen kann.

18:00 Uhr

Beginn der Fahrt. Wir sind ein bunt gemischter Haufen, was auf eine unterhaltsame und interessante Fahrt hoffen lässt.

 

Max greift zum Mikrofon. Er begrüßt alle noch einmal recht herzlich und informiert nochmal kurz über den Ablauf der Reise. Nun ergreift unser italienischer Aushilfsfahrer das Mikro. Auch er begrüßt uns. In Bad Wimpfen angekommen geht es schon wieder los mit dem ersten Kreisverkehr. Hoffentlich werden es nicht wieder so viel wie auf der Fahrt nach Madrid. Ich glaube damals waren es gefühlte 1000.

 

Schnell sind wir auf der Autobahn. Doch da schon gleich der erste Schock. Wir fahren an der Bauern Arena vorbei. Es gibt bestimmt sehenswerteres auf der Fahrt nach Wembley.

 

18:58 Uhr

Stimmen nach Dr. Herry werden laut. In der letzten Reihe angekommen gibt es gleich den ersten Lacher. Matze (Regensburg) verlangt nach einem Bailys. Die Fahrt geht munter weiter.

 

19:55 Uhr

Pause am Hundsrück. Da der nächste Aufreger. Miri schummelt sich durchs Drehkreuz an der Toilette.

 

Es gibt Schnitzelweckle. Oh Mann sind die lecker.

 

Wir lernen eine nette Familie kennen, die mächtig neidisch auf uns ist, da sie das Spiel nur im Fernseher anschauen kann. Sie wünschen uns viel Spaß und geben uns den Auftrag den Pott mitzubringen.

20:35 Uhr

Der Italian Stallion verlässt den Bus. Thomas Strobel, der einigen schon bekannt ist, übernimmt den Bus.

 

9°C, die Fahrt geht weiter nach Brühl. Kaum rollt der Bus, schon ist wieder Dr.Herry gefragt.

 

Sepp kann nicht nur Schuhplatteln, nein er singt auch hervorragend bayrische Lieder. Es läuft Schatzi schenk mir ein Foto, der ganze Bus singt mit.

 

21:25 Uhr

9°C.

Daniel sucht Zäpfle im Keller. Doch das Bier für die „alten Herren“ gibt es nur vorn im Kühlschrank bei Max.

 

21:58 Uhr

Die Fangesänge werden lauter. Wir sind kurz vor Brühl, wo wir unsere Hessen abholen.

22:11 Uhr

Wir halten vor einem Biergarten (dort haben sich die Jungs auf unser Level gebracht) und holen die Jungs ab. Die sechs neuen Kehlen fügen sich gleich gut ein (nicht wegen dem Trinken), sie singen fleißig. Und die Stimmung wird schlagartig noch besser.

 

Schon wieder Erich der geht nun schon zum x Mal pinkeln. Was mich in meiner Meinung wieder bestätigt. Zäpfle ist eine Pissbrühe. Der Doktor schaut auch mal wieder vorbei. Doch diesmal ohne Koffer. Das ist auch mal schön und kann auch förderlich für die Gesundheit sein. Doch es dauert nicht lange, da läuft schon die dritte Runde Medizin. Naja die Hessen wollen ja auch mal in den Genuss von unserem Bordarzt kommen. Erich taucht plötzlich mit einer Taschenlampe auf und sucht etwas im Keller. Keine Ahnung was. Will er vielleicht doch mal ein leckeres Augustiner probieren.

 

22:53 Uhr

Tankstopp in Aachen. Das ganze geschieht unter Aufsicht der Polizei. Kai und Thomy haben die Plätze gewechselt. Sie sitzen nun auf den Partyplätzen an der Treppe zur Erleiterung. Bestandsaufnahme bei unserem Medizinmann. Der Jägermeister ist leer.

 

Wir schreiben den 25.Mai 2013

 

0:30 Uhr

Es wird ruhiger im Bus.

 

1:23 Uhr

Pause, einige verschlafen diese.

 

4:00 Uhr

Jetzt sind wir in Calais. Pinky Bailys meint zu seinem Kumpel: Zieh mal eine Hose an. Der meint geht nicht, ich hab noch einen Ständer.

 

4:16 Uhr

Zollkontrolle, alle verhalten sich ruhig. Max fragt ob alle da sind. Nein Dorian fehlt. Kurze Zeit später ist er wieder im Bus. Es kann weiter gehen.

4:25 Uhr

Wir warten auf den Zug. 30 Minuten später stehen wir auf dem Zug. Die Fahrt dauert ca. 35 Minuten. Nun sind wir auf der Insel in Folkestone.

 

6:00 Uhr

Keine besonderen Vorkommnisse im Bus. Dann sind wir in Kent. Es gibt Frühstück vom Feinsten. Es fehlt an nichts.

 

8:00 Uhr

Die Stimmung kehrt langsam zurück in den Bus.

 

8:23 Uhr

Kurzer Stau vor der Mautstelle. Kurz darauf fahren wir unter der Themse durch.

9:16 Uhr

Wir sind am Ziel und stehen auf dem Parkplatz vor dem Stadion. Auch auf dem Parkplatz ist Helmut Robers, der mit seinem verrückt gestylten Fahrrad 554Km von Münster bis nach Wembley gefahren ist.

 

Wie aus dem nichts tauchen plötzlich ein paar gelb-schwarze Chaoten auf und bewerfen unseren Parkplatz mit Steinen, Pylonen, Stangen und allem was sie so finden. Polizei?

 

Dann gibt es Maultaschen. Diese finden reißenden Absatz. Nicht nur bei unseren Mitfahrern, sondern auch bei anderen Bayern-Fans. Doch wie heißt es so schön. Zusammen halten das ist unser Ziel. Man hilft, wo man kann.

Nun trennten sich die Wege. Die einen wollten in die City von London, die anderen gingen in Pubs und wieder andere machten sich auf in den Barham Park, wo sich die ganzen Bayern-Fans trafen.

 

Der Weg in die City war beschwerlich, da es sehr lange Schlangen an den Ticket-Schaltern gab.

 

Einen Pub zu finden war auch nicht ganz einfach da man in viele Pubs nur mit gelb-schwarzer Kleidung kam. Doch wer will so etwas schon anziehen.

 

Ich schloss mich der Gruppe an, die zum Barham Park ging. Den Weg zu finden war gar nicht so einfach. Jeder wusste was und doch fanden wir nicht zum Ziel. Doch der Weg dorthin war ganz lustig. Wir trafen Ali den Mann mit den 1000 Schals. Und ein Kamerateam machte auch Bekanntschaft mit uns.

 

Dann kam die Szene des Tages. Ein ca.42 Jahre alter, in schwarzer Lederhose bekleideter, schwarzhaariger Mann versuchte einen Aufkleber an ein Schild anzubringen. Bei seinem Sprung gab er alles, doch bei der Landung verließ ihn die Kraft. Danach ging es für ihn nur noch humpelnd weiter.

Nach einigen Umwegen und zahlreichen Besuchen in Supermärkten kamen wir endlich im Park an. Es war noch nicht sehr viel los, was daran lag, dass wir früh dran waren. Doch dies sollte sich noch ändern. So flackten wir auf der Wiese rum und konnten es kaum erwarten, bis es endlich losging.

 

Das Wetter war durchwachsen, doch zum Glück regnete es nicht. Dann kam Ascher an (einer aus unserer Gruppe ) mit 40 Cheeseburger und jede Menge Getränke. Habe gepennt und weiß deswegen auch nicht mehr genau, wer alles an den Einkäufen beteiligt war. Doch danke an alle, die sich daran beteiligt haben.

Dann kam das Kommando zum Aufbruch. Es zeigte sich ein unglaubliches Bild. Tausende von Bayern-Fans zogen los Richtung Stadion. Der Straßenverkehr war komplett lahmgelegt. Das war ein Bild für Götter. Wer es nicht selbst gesehen hat, wird es nicht glauben. Alles was dann kam brauche ich ja nicht zu beschreiben.

 

Ich schreibe nur EUROPAPOKALSIEGER.

Irgendwann nach dem Spiel trafen wir uns dann wieder alle am Bus. Die Freude über den Sieg war natürlich riesig. Wir tranken gleich ein paar Sieger-Bier, denn die Brühe im Stadion konnte man ja nicht schlucken. Da machte es Bing und Uwe Mayr stand am Bus. Uhrzeit weiß ich nicht mehr, doch dann ging es irgendwann los.

 

2:14 Uhr

Standen auf dem Parkplatz bei Folkestone . Absolute Ruhe im Bus.

 

8:00 Uhr

Erwachen im Bus. Manche genehmigten sich einen kleinen Frühschoppen, andere wiederum gingen duschen,  wieder andere pennten einfach weiter. Danach verwöhnte uns Familie Hoffer mit ihren zahlreichen Helfern wieder mit einem leckeren Frühstück aller erster Klasse.

 

Die Zeit bis zur Abfahrt verging nicht gerade schnell. Doch es ging nun mal nicht anders. Der Rasthof bot aber alles was man so braucht auf einer langen Busfahrt. Saubere Toiletten und Duschen und das alles auch noch kostenlos. Sogar unsere Handyfreaks kamen auf ihre Kosten, denn es gab kostenloses WLAN in der Fernsehecke. Da ging das Handytreiben richtig los.

 

Im TV lief noch mal das CL-Endspiel und anschließend Rugby. Als wir dann zur Mittagszeit Würste warm machen wollten kam der Parkplatzwächter und erklärte uns, dass das nicht geht. Wir wären eh schon zu lange auf dem Parkplatz und müssten eigentlich Gebühr zahlen. Wenn sein Chef das mitbekommt, dass wir hier essen und nebenan das „Restaurant“ ist bekommt er Ärger. Unserem Busfahrer Thomas kam dann die Idee, dass ein paar Meter weiter ein LKW Parkplatz ist, wo wir eigentlich auch nicht parken durften, wir probierten es jedoch trotzdem.

 

Auf dem Parkplatz angekommen packten wir (ich natürlich nicht) den Tisch aus und das Würstchenessen ging los. Ein deutscher Brummifahrer, der in England lebt, gesellte sich gleich zu uns. Er meinte: „Oh deutschen Senf und deutsche Würstchen habe ich schon lange nicht mehr gegessen.“ Der Fanclub mit dem großen Herz erfüllte ihm seinen Wunsch und beschenkte ihn mit Würstchen, Senf und Bier.

13:26 Uhr

Verlassen des Parkplatzes und Fahrt Richtung Zug. Channel Tunnel voraus. Wir fahren auf den Parkplatz. Endlich kann Thomas die Toilette vom Bus leeren.

 

18°C auf dem Parkplatz. Wir müssen warten bis wir auf den Zug dürfen. Ein Zeckenbus fährt neben uns. Wir fangen an zu singen Europapokal, Europapokal

 

Die Antwort der Zecken:Fußball interessiert uns nicht, Fußball interessiert uns nicht, Fußball interessiert uns nicht ihr Wich…

 

Was für ein dummes Volk.

 

15:48 Uhr

Wir sind auf dem Zug. Im Zug steigen einige aus, allen voran Björn und sein Hessentrupp. Gesang ohne Ende, fast über die gesamte Zugfahrt. Einfach nur genial.

 

16:48 Uhr

Wir sind durch.

 

Frankreich.

Sonne, 21°C. Endlich wieder auf dem Festland.

 

Habe die ganze Zeit auf der Insel den Stöpsel gesucht, doch leider ohne Erfolg.

 

Dann fahren wir durch Belgien bei 16°C an der Küste entlang, super schöne Häuser an der Straße entlang.

18:28 Uhr

Wir sind in Brügge. Danach machen wir noch einmal Pause und vertilgen die Reste der Fahrt. Zum wiederholten Mal sind wir megasatt.

 

Nächste Etappe ist Brühl. Auf der Fahrt dahin singen wir noch ein paar Fanlieder und hören noch einmal Bata Illic.

 

23:00 Uhr

Wir sind in Brühl. Wir müssen uns von unseren Freunden verabschieden. Danke Jungs, es war toll euch kennen gelernt zu haben. Ihr ward super Stimmungsmacher.

 

Nun liegen noch vier Stunden Fahrt vor uns, doch die bekommen wir auch noch rum. Es entwickelt sich noch eine gesellige Runde an der Treppe der Erleichterung. Der Doktor gibt noch einmal einen aus. Den Letzten auf dieser Fahrt.

3:15 Uhr

Sind nun in Offenau. Noch einmal sind viele helfende Hände gefragt um den Bus zu entladen. Alle verabschieden sich voneinander.

 

Fazit of the Road to Wembley:

 

Es haben sich viele neue Freundschaften gefunden.

 

Genial gut organisierte und verpflegte Fahrt. Danke Familie Hoffer

 

Guter Transfer. Danke Thomas

 

Stimmung im Bus. Danke an die Jungs aus Hessen und Bayern

 

Danke auch an die Medizinische Abteilung Dr.Herry

 

Danke FC BAYERN das ihr uns den Sieg geschenkt habt

 

Danke an alle im Bus für eure Pünktlichkeit und euer vorbildliches Verhalten untereinander und anderen gegenüber

 

Danke an alle die geholfen haben. Sei es bei der Verpflegung, dem einräumen und ausräumen vom Bus

 

Ich denke wir haben unsere Farben würdig vertreten

 

Anfang gut, Ende gut, alles gut.

 

Gruß Thomy


... in Rom (23.11.2010)

Fahrt zum Vorrundenspiel gegen AS Roma

17:30 Uhr Max holt mich ab.

 

Auf der Fahrt Richtung Bretten fahren wir noch über Siegelsbach und sammeln Uwe ein. In Bretten angekommen, bei Nieselregen und 2°C musste Max nur noch sein Auto in einer Seitenstraße parken, und dann ging es auch schon pünktlich um 19 Uhr los.

 

Im Bus waren noch zahlreiche Plätze frei, da wir unterwegs noch drei Zwischenstopps einlegen müssen, um die restlichen Mitfahrer einzusammeln.

 

Der letzte Stopp war an der Allianz Arena. Da gab es dann auch schon gleich den ersten Aufreger. Für einen Bus Stopp von gerade mal zwei Minuten musste der Busfahrer 10€ berappen.

 

Über die Busfahrt gibt es wenig zu berichten. Es läuft halt so wie immer, wenn Fußballfans on Tour sind. Wobei man sagen muss es ist nicht zu vergleichen mit einer Kornlupfer Ausfahrt. Manchmal ging es halt etwas derber zu.

 

Aaah endlich gleich in Rom.

 

Denkste. An der letzten Mautstelle vor den Toren Roms wurden wir von der Polizei aus dem Verkehr gezogen. Neben der Straße standen schon ein paar Omnibusse und Kleinbusse mit Bayern Fans. Was soll denn diese Sch…

 

Dann mussten wir alle Glasflaschen aus dem Bus in den Kofferraum verstauen. Dann alle Mann aus dem Bus. Nun besichtigten die Wegelagerer unseren Bus. Plötzlich hatte einer der schwarz gekleideten Herren ein Bengalo in der Hand. War das wirklich von uns? Er sagte noch etwas was eh niemand verstand. Dann waren wir uns einig. Das Bengalo war ein Muster. Er zeigte es uns nur, damit wir wissen wie so etwas aussieht und wollte wissen, ob wir welche dabei haben. Hatten wir natürlich nicht.

 

Beim Einsteigen in den Bus wollten sie von jedem die Eintrittskarte fürs Stadion sehen. Hätte mich echt brennend interessiert, was wohl passiert wäre wenn einer kein Ticket gehabt hätte, weil er nur zum Shoppen nach Rom wollte.

 

Nachdem dann alle wieder im Bus ihren Platz eingenommen haben, dauerte es noch circa eine halbe Stunde bis die große Show losging.

 

Alle Busse wurden nach Rom eskortiert. Sämtliche Kreuzungen wurden für uns gesperrt, damit wir nicht anhalten mussten. Sobald sich ein Auto in unseren Konvoy einreihte, wurde es sofort von der Polizei raus gedrängt. Das war eine Show.

 

Endlich dann am Busparkplatz angekommen, stellte sich die Frage wie wir nach dem Spiel wieder zum Bus gelangen sollten. Denn der Parkplatz war nicht einmal annähernd in der Nähe des Stadions. Man sagte uns dann es werden nach dem Spiel Shuttle-Busse eingesetzt. Hoffentlich klappt das.

 

 

Es war 13 Uhr. Noch fast 8 Stunden bis zum Anpfiff. Genügend Zeit um sich Rom anzuschauen. Die einen machten eine Stadtbesichtigung und die anderen zogen eine Kneipentour vor.

 

Die Kornlupfer entschlossen sich eine Sightseeing Tour zu machen, angeführt von Reiseführer Uwe. Wir besichtigten so gut wie alles was in der Kürze der Zeit möglich war. Angefangen vom Trevi-Brunnen, Pantheon die größte freitragende Kuppel der Welt, Spanische Treppe, Coloseum bis hin zum Vatikan.

 

Mittlerweile war es 18 Uhr, und wir machten uns auf den Weg in Richtung Stadion. Erwähnenswert ist auf jeden Fall gewesen, das uns wahnsinnig viele Italiener zugejubelt haben. “Bayern musse gewinne“ haben wir wirklich oft gehört.

 

 

Auf dem Weg Richtung Stadion war fast kein einziger Bayern Fan zu sehen. Das machte uns schon ein bisschen nachdenklich. Als wir dann aber einen Passanten nach dem Weg zum Stadion gefragt haben und er uns bescheinigte dass wir auf dem richtigen Weg sind, waren wir erleichtert.

 

Doch 100% stimmte unser Weg dann doch nicht. Kurz vor dem Stadion wurden wir nämlich gleich von der Polizei empfangen. Sie machten uns auf Englisch zu verstehen, dass wir am Eingang vor der Römer Fankurve seien. Wir mussten ein paar Minuten warten bis wir dann mit Polizeischutz zu unserem Eingang gebracht wurden.

 

Bei der Einlasskontrolle war alles wie so üblich in einem Stadion, bis auf die Tatsache, dass wir unseren Perso vorzeigen mussten, da die Karten personifiziert waren. In der Kurve angekommen, traf man den einen und anderen bekannten. Es wurde, na über was wohl? Klar über Fußball geredet. Die Kurve füllte sich dann so langsam und die ersten Fangesänge wurden angestimmt. Begleitet natürlich mit Pfiffen aus dem Römerblock neben uns.

 

Anpfiff.

 

Was nun folgt wisst ihr ja alle. 2x Nr.33 und somit 0:2 Halbzeitführung.

 

2. Halbzeit.

 

Rom schießt das 1:2.

 

In dem Block neben uns flippen sie total aus.

 

Ein paar Roma Fans versuchen in unsere Kurve zu kommen, werden aber von den Ordnern gerade noch so daran gehindert.

 

Erste Gegenstände fliegen. Einer der Römer wird abgeführt.

 

Beim 3:2 versuchen wieder einige in den Gegnerischen Block zu gelangen. Auf einmal marschiert die Italienische Blauhelm Friedenstruppe in den Bayern Block. Es kommt zu kleinen Rangeleien. Komisch nur warum die Blauhelmkasper nicht in den Roma Block gehen, von wo aus die „Randale“ angezettelt wurde.

 

 

Nach Abpfiff wurde uns mitgeteilt, dass wir noch im Block bleiben sollen, was bei Auswärtsspielen auch üblich ist.

 

Doch uns eine Stunde in den Block zu sperren bei gerade einmal 4°C das war reine Schikane. Dann endlich wurden wir raus gelassen.

 

Es standen dann circa 30 Busse im Innenraum des Stadions. In diese Busse wurden wir wie Tiere verfrachtet. Nach EU Bestimmungen ist geregelt wie viel Platz ein Huhn im Käfig haben muss, doch ich bin mir sicher, dass in diesem Bus weniger Hühner gewesen wären als Bayern Fans, denn wir hatten weniger Platz als ein Huhn.

 

Dann ging es endlich los. Natürlich wieder mit Polizeischutz und im Konvoy.

 

Bei den Bussen angekommen dachte ich der Krieg ist ausgebrochen, in der Zeit als wir im Stadion waren. Am Straßenrand standen Polizisten mit Schutzschildern und Schlagstöcken sowie Wasserwerfer. „Die spinnen die Römer“.

 

Als dann alle Shuttle-Busse da waren, und alle Fans in ihren Bussen, ging es wieder, natürlich mit Polizeischutz in Richtung Stadtgrenze. Da war es 1Uhr.

 

HURRA. Wir sind raus aus Rom und die Blaulichter sind auch verschwunden. Es wird sehr schnell ruhig im Bus.

 

Alles schläft.

 

Mitten in der Nacht werde ich wach. Es ist so gegen 4 Uhr. Es ruft jemand hinter mir auf der Treppe zur Toilette nach einer Tüte. Ich denke so für mich, wo will den der einkaufen gehen? Doch wurde mir dann schnell klar für was er die Tüte benötigt hatte. Er rief dann sowas wie „Jörg“.

 

 

Nach einer nicht sehr entspannten Nacht, halten wir an einer Raststätte an. Endlich Zähneputzen und ein wenig frisch machen. Doch die Freude währt nur kurz. Neben dem Waschbecken an dem ich mir gerade die Zähne putze, wäscht einer die Überreste von seiner nächtlichen „Jörg“ Action von der Fußmatte des Busses. Naja was soll`s. Wir sind ja nicht mit dem Traumschiff unterwegs, sondern mit den „Adler Bretten“.

 

 

Der Rest der Heimfahrt war dann ganz entspannt. Einige bekamen dann auch schon wieder den ersten Durstschub und wieder andere holten noch ein wenig Schlaf nach.

 

 

Kurz vor 18 Uhr waren wir dann wieder zurück in Bretten. Alles in allem eine gelungene und interessante Ausfahrt.

 

Gruß Thomy


... in Madrid (23.05.2010)

Fahrt zum Finalspiel gegen Inter Mailand

Freitag

10:15 Uhr

Die ersten kommen zum Treffpunkt in Offenau bei der Firma ISO.

 

10:50 Uhr

Der Bus trifft ein. Das große Gewusel geht los. Es müssen zahlreiche Thermoboxen, gefüllt mit Proviant und Getränkekisten verladen werden. Alle packen mit an, es geht recht zügig.


11:08 Uhr

Es geht los. Der Bus setzt sich in Bewegung Richtung Autobahn in Bad Rappenau.
 

11:30 Uhr

Das erste von vielen darauf folgenden Liedern wird angestimmt.

 

11:45 Uhr

Es ist warm im Bus. Der Durst ist groß.

 

12:20 Uhr

Max geht durch den Bus, um die Tipps fürs Endspiel zu erfragen.

 

12:45 Uhr

Die Ersten schlafen schon. Trotz des hohen Geräuschpegels.

 

13:00 Uhr

Die Frequentierung der Toilette nimmt schlagartig zu. Woran das wohl liegt?

13:05 Uhr

Die ersten haben Bauchschmerzen. Doch wie es so ist auf einer gut organisierten Fahrt, ist auch ein Doktor an Bord. Dr. Heri ist gleich zur Stelle und sorgt für Wohlbehagen.

 

13:16 Uhr

Es gibt keine kalten Zäpfle mehr im Bus. Nun muss der Edelstoff dran glauben.

 

13:45 Uhr

Wir machen Rast und genießen die leckeren Fleischküchle, serviert von Ramona und Max. Die ersten sechs leeren Kisten Bier werden ausgeladen. Wenn das so weitergeht, sind die 30 Kisten Bier bald aufgebraucht.

 

14:15 Uhr

Die Reise geht weiter

14:16 Uhr

Endlich wird eine andere CD eingelegt. Bei aller Liebe zum FC Bayern, doch irgendwann kann man auch Stern des Südens nicht mehr hören.

 

14:56 Uhr

Es wird heller am Himmel. Nur noch 370Km bis Lyon.

 

15:17 Uhr

Das Wetter wird immer besser. Die Sonne scheint.

 

15:56 Uhr

 Keine besonderen Vorkommnisse im Bus. Auffallend, das Getreide in Frankreich ist schon sehr weit. Liegt es an der Nähe zu den Atomkraftwerken?

 

15:58 Uhr

Ramona zieht sich um im Schlafabteil der Busfahrer. Alleine.

16:13 Uhr

2. Pause bei herrlichem Sonnenschein
 

17:23 Uhr

Die Stimmung im vorderen Teil des Busses ist auf dem Höhepunkt. Das komplette Programm an Liedern wird gesungen.

 

18:14 Uhr

Die Stimmung im gesamten Bus ist sehr gut.

 

18:20 Uhr

Die Toilette im Bus ist voll. Zahlreiche schmerzverzerrte Gesichter im Bus. Hoffentlich halten wir bald an, damit hier keiner undicht wird.

20:48 Uhr

Kurzer Stopp um die Toilette vom Bus zu entleeren.

 

21:12 Uhr

Die Fraktion aus dem Jagsttal möchte eine DVD anschauen.

 

21:13 Uhr

Die Jungs sind glücklich, es wird die DVD eingelegt

 

21:20 Uhr

Der Film Hangover startet. Singen wird eingestellt.

 

23:00 Uhr

Pause. Alle sind langsam Müde.

Samstag

1:30 Uhr

Bin wieder wach. Der Kreisverkehr machte es möglich.

 

3:15 Uhr

Pause

 

3:30 Uhr

Stille im Bus, alles pennt.

 

6:12 Uhr

Der Bus muss getankt werden. Da passt was rein. Der Bus schluckt fast so viel wie die Reisenden.

6:27 Uhr

Die Sonne geht auf.

 

7:30 Uhr

Frühstück. An zwei kleinen Waschbecken wird sich „frisch“ gemacht.

 

8:30 Uhr

Es geht weiter. Nun liegen noch 400Km vor uns.

 

9:30 Uhr

Einstimmen auf das Finale. Wir schauen eine DVD von allen Titelgewinnen des FC Bayern.

 

11:45 Uhr

Mittagessen bei herrlichem Sonnenschein. Es gibt Maultaschen in der Brühe. Wie aus dem nichts tauchen zwei Spanier auf und wollen uns ihre gefälschten Schals verkaufen.

 

 

 

12:30 Uhr

Noch 1,5 Stunden dann haben wir es endlich geschafft.

 

13:45 Uhr

Wir sind in Madrid. Wie aus dem Nichts taucht plötzlich das Estadio San Bernabeu auf. Es liegt mitten in der Stadt.

 

14:15 Uhr

Wir haben unseren Parkplatz erreicht. Die Stimmung in allen umliegenden Kneipen ist fantastisch.

 

 

 

14:25 Uhr

Auf einer kleinen Rasenfläche setzen wir uns in den Schatten und genießen ein kaltes Bier.

 

15:00 Uhr

Die Reisegruppe teilt sich in kleinere Gruppen. Die einen gehen etwas essen, die anderen zieht es schon vors Stadion.

 

16:00 Uhr

Die Stimmung vor dem Stadion ist unglaublich. Rot und weiß soweit das Auge reicht.

 

17:45 Uhr

 Das Stadion öffnet seine Tore.

 

 

 

18:30 Uhr

 Das Stadion füllt sich langsam.

 

20:30 Uhr

Die Show beginnt. In langen schwarzen Kleidern,  betreten Spanierinnen den Platz, für ihre Tanzeinlage.

 

 

 

20:40 Uhr

Die Spieler betreten das Spielfeld. Das Stadion kocht.

 

20:45 Uhr

Anpfiff. Den Rest kennt ihr ja.

 

 

 

23:15 Uhr

Wir verlassen traurig das Stadion. Jetzt erst einmal ein kaltes Bier.

 

23:45 Uhr

Noch ein Bier usw.

 

Sonntag

1:08 Uhr

Wir fahren zurück. Es ist sehr schnell ruhig im Bus.

 

5:55 Uhr

Der Bus muss getankt werden.

 

8:30 Uhr

Frühstück irgendwo in Frankreich.

 

9:00 Uhr

Es geht weiter.

 

10:15 Uhr

Bei einigen im Bus ist der Durst zurück.

11:26 Uhr

Das Bier ist leider sehr warm. Doch bei dem Konsum auch kein Wunder. 

 

 

 

13:00 Uhr

Es gibt kalte Rippchen mit Brot.

 

 

 

13:40 Uhr

Es geht weiter. In circa 12 Stunden sind wir wieder zuhause.

 

13:50 Uhr

Es wird für Unterhaltung gesorgt im Bus. Wir schauen den Film Road Trip an.

 

16:00 Uhr

Pause. Die Geruchsbelästigung im Bus war extrem.

16:30 Uhr

Es geht weiter. Weiße Kühe überall.

 

18:16 Uhr

Wir sehen die erste braune Kuh.

 

18:45 Uhr

Nächste Pause. Sehr unterhaltsam mit drei Slowakischen Truckern. Zu Essen gab es natürlich auch wieder etwas. Wir haben uns warme Würste schmecken lassen.

 

19:43 Uhr

Wir haben es geschafft. 30 Kisten Bier sind leer.

 

 

 

21:45 Uhr

Pause auf einer Raststätte in Frankreich. Juhu da bekommen wir bestimmt kaltes Bier. Doch die Enttäuschung ist groß. Mit einem Arm voller Bier stehen wir an der Kasse. Die Kassiererin machte uns zu verstehen, dass es nur ein Bier gibt wenn man etwas isst. Ein deutsches Ehepaar ist so großzügig und nimmt zwei Bier für uns mit. Ich wusste es die Franzosen haben einen Knall.

 

 

 

1:15 Uhr

Der Trip ist zu Ende. Wir werden von Karin und Miri in Empfang genommen. Der Bus wird ausgeladen. Da ist es dann passiert. Im Frachtraum fanden wir noch eine Kiste Bier.

 

Fazit

Trotz der gewiss anstrengenden und wirklich langen Reise hat es sich gelohnt. Wenn wir auch leider nicht mit dem Titel belohnt worden sind. Die Fans des FC Bayern haben sich hervorragend präsentiert. Wir haben ganz Europa gezeigt, das wir nicht nur in guten Zeiten zu unserem Verein stehen. Die Zeit der Bayern kommt bestimmt bald.

 

Gruß Thomy